Was ist los, wenn Lesen und Schreiben schwerfallen?

Wenn Ihr Kind trotz Üben beim Lesen stockt und beim Schreiben immer wieder dieselben Fehler macht, kann eine Lese-Rechtschreib-Störung vorliegen.
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Mithilfe einer LRS-Diagnostik prüfen wir bei klein&groß, welches Problem dahinter steckt und klären, was Ihr Kind jetzt braucht.

Blick in das Bücherregal einer psychotherapeutischen Praxis für Kinder und Jugendliche
Lese-Rechtschreib-Störung

Was ist eine LRS?

Viele Eltern erzählen uns von derselben Szene: Sobald ein Buch auf den Tisch kommt, ist die Stimmung dahin. Ihr Kind hat keine Lust, verweigert sich und sagt irgendwann den Satz, der besonders wehtut: „Ich bin einfach zu dumm zum Lesen.“

Die Lese-Rechtschreib-Störung (LRS), auch Legasthenie genannt, ist eine sogenannte Teilleistungsstörung. Das heißt: Ein ganz bestimmter Bereich, nämlich das Lesen und/oder Rechtschreiben, fällt Ihrem Kind deutlich schwerer, als man es nach seinem Alter und seinen sonstigen Fähigkeiten erwarten würde.

Viele Kinder mit LRS üben mehr als andere, und die Probleme bleiben trotzdem bestehen. Das ist frustrierend, für Ihr Kind und für Sie.

Eine seriöse LRS-Diagnostik ist kein einzelner Test, sondern ein strukturierter Prozess, der Ihr Kind im Ganzen betrachtet

Eine LRS hat nichts mit Faulheit oder fehlender Intelligenz zu tun.

Diagnostik

Wann sprechen wir von einer LRS?

Nicht jede schlechte Note im Deutschunterricht ist ein Zeichen für LRS. Von einer Lese-Rechtschreib-Störung sprechen wir, wenn mehrere Kriterien zusammenkommen:

1.

Lesen und/oder Rechtschreiben fallen deutlich schwerer als bei Gleichaltrigen.

2.

Die Schwierigkeiten bestehen über längere Zeit, obwohl Ihr Kind übt und in der Schule gefördert wird.

3.

Sie lassen sich nicht durch andere Ursachen erklären, zum Beispiel Seh- oder Hörprobleme oder fehlenden Unterricht.

4.

Sie belasten den Alltag spürbar: in der Schule, bei den Hausaufgaben oder beim Selbstwert.

LRS-Testung ab der 3. Klasse in der Kölner Innenstadt

So läuft eine LRS-Diagnostik bei klein&groß ab

Eine LRS-Testung allein reicht nicht. Erst der Blick auf das ganze Kind zeigt, wo genau die Schwierigkeiten liegen.

Vorgespräch und Kennenlernen

Wir lernen Ihr Kind und Sie kennen, hören uns Ihre Beobachtungen an und klären, welche Fragen die Diagnostik beantworten soll. Dazu gehören meist auch Fragebögen.

Intelligenztestung (IQ-Test)

Sie gehört zu jeder LRS-Diagnostik dazu. Erst mit Blick auf die allgemeinen Fähigkeiten Ihres Kindes lassen sich die Lese- und Rechtschreibergebnisse richtig einordnen.

Lese- und Rechtschreibtestung

Mit wissenschaftlich anerkannten, altersgerechten Testverfahren prüfen wir, wie Ihr Kind liest und schreibt. Wenn Sie es wünschen und zustimmen, nehmen wir Kontakt zur Lehrkraft auf. So fließt der Blick aus dem Unterricht ein, und die Schule weiß, dass Sie das Thema gerade abklären lassen.

Abschlussbericht und Nachteilsausgleich

Sie erhalten einen schriftlichen Bericht mit den Testergebnissen und unseren Empfehlungen. Wird eine LRS festgestellt, stellen wir eine Bescheinigung für den Nachteilsausgleich aus und sprechen sie mit Ihrem Einverständnis auch mit der Schule ab.

Und wenn es beim Rechnen hakt?

Auch das Rechnen kann eine Teilleistung sein, die einem Kind deutlich schwerer fällt als erwartet. Dann sprechen Fachleute von Dyskalkulie oder Rechenstörung. Typisch sind zum Beispiel Schwierigkeiten mit dem Mengen- und Zahlenverständnis oder beim Kopfrechnen, obwohl Ihr Kind sonst gut mitkommt.
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Die Diagnostik läuft bei uns nach demselben Muster ab wie bei der LRS: Vorgespräch, Intelligenztestung, Rechentestung, auf Wunsch Austausch mit der Schule und ein schriftlicher Bericht.

Ersttermin buchen

Vorgespräch vereinbaren

Wir organisieren unsere Praxisabläufe zu 100 % digital. Dabei legen wir besonderen Wert auf die Sicherheit Ihrer Daten. Mit unserem Partner arzt-direkt buchen Sie sich direkt online einen Termin für das Vorgespräch zur LRS- oder Dyskalkulie-Diagnostik.

Teilleistungsstörung

LRS oder Dyskalkulie Und jetzt?

Eine Diagnose ist kein Etikett, sondern eine Erklärung, und für viele Kinder eine große Entlastung. Wir besprechen mit Ihnen, welche Unterstützung jetzt sinnvoll ist:

Gezielte Förderung

Lesen, Schreiben oder Rechnen lassen sich mit spezialisierter Lerntherapie Schritt für Schritt aufbauen. Dafür arbeiten wir mit lerntherapeutischen Zentren in Köln zusammen und empfehlen Sie gern weiter.

Verhaltenstherapie

Wenn Frust, Schulangst oder ein angeschlagenes Selbstwertgefühl dazugekommen sind, begleiten wir Ihr Kind psychotherapeutisch.

Mehr zur Verhaltenstherapie

Schule und Nachteilsausgleich in NRW

Oft gibt es auch innerhalb der Schule Fördermöglichkeiten. Mit unserer Bescheinigung können Sie bei der Schule einen Nachteilsausgleich beantragen, zum Beispiel mehr Zeit bei Klassenarbeiten.

Kinder und Jugendlichen Psychotherapeut Timo Lindenschmidt steht lachend vor einer grünen Wand und wirft einen Zauberwürfel in die Luft
FAQ

Häufige Fragen zur LRS- und Dyskalkulie-Diagnostik

Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen zur LRS- und Dyskalkulie-Diagnostik.